Moränenwanderung über 7 Hügel in Zürich

Moränenwanderung über 7 Hügel in Zürich

Das Wetter einmalig sonnig, Stimmung mit 17 Naturfreunden inkl. 1 Gast sehr gespannt auf die Geschichte und Entdeckungsreise von Zürich mit seinen Hügeln. Aber der Reihe nach. So trafen wir uns alle in Adliswil, wo wir die restlichen Wanderer trafen. Alle waren doch sehr gespannt, was uns geschichtlich und kulturell erwartete. Die Reise hiess zwar, über 7 Moränenhügel, hat aber
nichts mit dem Song von Petar Maffay zu tun, der ein bekanntes Lied komponierte: über 7 Brücken musst du gehen. Diese
überquerten wir natürlich auch, es waren aber mehrere.

In Adliswil hiess es dann, entlang der Sihl. Schneeglöckchen, Skater, Velofahrer und wir, als Wanderer machten uns gegenseitig Platz. Unterhalb der ehrwürdigen Grütfarm stiegen wir den ersten Moränenhügel empor. Thierry und Yara hatten schnell ihren Freund gefunden, Dany von Heidi, immer dabei, und beide immer für einen Streich zu haben.

Auf dem ersten Moränenhügel trafen wir schon die ersten Grilleure. Aber für uns hiess es weiterlaufen. Die Waldlichtungen boten hier freien Durchblick zur Tierwelt und Flora. Manch einer erblickte schnell ein Eichhörnchen, oder hörte einen Specht hämmern. Weiter hiess es. Die bekannteste Überdachung der A3 lag vor uns. Im Jahre 1998 wurden hier die Autobahn überdeckt und wieder Schrebergärten eingerichtet, Wiesen und Biotope erstellt. Das Panorama war, fast alpenberauschend. Schleierwolken und Dunst trübte die Aussicht. Und so stiegen wir weiter von Hügel zu Hügel. Unterwegs, oberhalb der Einfahrt von Brunau erblickten wir noch das bekannte Restaurant Muggenbühl. Auf, oder besser gesagt nach dem 3. Moränenhügel machten wir endlich mal Pause. Kids sind halt des Öfteren hungrig. Gut gefüllte Rucksäcke von Omi und Opi waren hier schnell geleert. Und was für ein idyllischer Rastplatz? Friedhof Manegg. Gedeckt wurde in der ersten Reihe, Aufgang zur Friedhofskapelle, Blickfang zum Grab von Alfred Escher und andere berühmte Personen, wie Ernst Nobs, Franzosenfriedhof, oder man staune, denkmalgeschütze alte, mit Skulpturen verzierte Gräber, zum Mieten. Nach dem Motto: Rent for silence.

Es ist immens grosser Friedhof, einer anderen Art von Gestaltung von Gräbern, viele nicht zentral ausgerichtet, einige unter einem schattenspendetem Baum, vielfach sehr wild, aber alles mit Einklang der Natur. Einmalig, auch die illustren Gäste, welche, nach Aussagen der Passanten, hier täglich herumspazieren. Weiter liefen wir durch die Strassen von Wollishofen und Enge. Teilweise noch mit alten Prachtsbauten aus dem letzten Jahrhundert, umgeben von modernster Architektur mit Holz. Der bekannte Rieterpark ist für viele Zürcher DER Aussichtspunkt. Blick zum Dolder, über den Zürichsee bis zum Säntis, wenn er nicht gerade verhüllt ist. Genossen die einen den Ausblick, spürten die Jungen die ersehnten Liebesgebärden mit IHR oder IHM und wir Senioren? liefen einfach weiter, vorbei an der Orangerie und Bonsai Gärtnerei zur bekanntesten Kirche in der Enge, Sacré Coeur von Zürich. Berauschend der Anblick nicht nur von aussen, sondern auch innen.

Und hier hatten doch 2 Frauen wieder ein Kommunikationsproblem. Irgendwann muss man, nicht MANN, mal. So wurde beschlossen, dass man zum Bahnhof Enge laufe und dort den gewünschten Ort von der Nähe besuche um sich im Inneren zu entleeren. Und wo war der Treffpunkt?? Parkring, Polizeiposten oder wo? Die moderne Kommunikationseinrichtung von Swisscom und Co gaben hier Erleichterung, man, nein Frau und Mann haben sich wieder vereint. Leute weiter, Schanzengraben hiess die nächste Destination. Der 7 Moränenhügel und letzte, beim Alten botanischen Garten, steigen wir hinauf zum Bollwerk, zur Katz. Umsäumt von Pflanzen, alten Treibhäusern mit Kakteen sowie deren Früchte, Figidini heissen sie und sind zuckersüss.

Hoch oben angelangt erblickten wir, nebst dem Völkerkundemuseum einen einzigartigen Kräutergarten, sowie einen Einblick in Gessners Leben. Wer hätte das gewusst? So liebe Naturfreunde, auch einmal möchten wir unseren Abschlusskaffee geniessen, aber bitte wo. Überall keine freien Plätze, oder wir wurden sogar verjagt, aber bitte wo ist die letzte Gelegenheit für einen Kaffeestop? Hiltl hiess die Lokalität. Über 21/2 Stunden dauerte die etwas andere Art von Wanderung mit kulturellen Highlights.

Herzlichen Dank
Ursula und Hansruedi Dietmar

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